Was Sie tun können, wenn Sie als Patientin oder Patient unter Ellen Wolf gelitten haben.
Es ist also passiert: Irgendwann in der Therapie ist das Verhältnis zu Frau Wolf gekippt – oder es ist zu einer anderen Differenz gekommen. Bitte beachten Sie: Diese Ratschläge sind mein persönlicher Erfahrungsbericht. Sie müssen nicht auf Ihre Lage zutreffen.
Aufgrund meines eigenen Therapieverlaufs halte ich eher wenig bis gar nichts von den Künsten dieser Frau. Dominierendes Verhalten, Schreiattacken sowie die Strafanzeige, die mir über drei Umwege zugegangen ist, sprechen eher von einer überforderten Frau, die ihre Unfähigkeit auf andere projiziert – und dann auch recht bösartig wird.
Meine persönlichen Erfahrungen finden Sie unter:
Gegenwehr gegen Ellen Wolf? So wehren Sie sich! (hier klicken)
Vier konkrete Schritte, die Sie ergreifen können
1. Lassen Sie sich nicht einschüchtern.
Leichter gesagt als getan. Eine Depression oder so manch andere seelische Erkrankung zeichnet sich oft gerade dadurch aus, dass ein Gefühl der Ohnmacht zugrunde liegt.
Sie können es trotzdem. Auch wenn Sie hinterher denken oder fühlen, die Welt bricht zusammen: Keine Angst. Ihnen kann viel weniger passieren, als Sie denken.
Auch wenn es Ihnen in Ihrer Erziehung vielleicht anders vermittelt wurde: Unfreundlichkeit oder deutliche Worte sind nicht vom Gesetzgeber verboten und führen meist zu deutlich weniger Konsequenzen, als Sie befürchten. Da kann Frau Wolf noch so oft betonen, Sie wären „anmaßend”, „arrogant” oder würden „nicht richtig mitarbeiten”.
2. Sie dürfen jederzeit den Therapeuten wechseln.
Suchen Sie sich am besten einen, der Ihnen nicht einerseits sagt, Ihre „Wut würde Sie degradieren”, selbst aber ständig herumbrüllt oder einzuschüchtern versucht – um anschließend zu behaupten, das wäre nur „Ihre Interpretation”.
Sie können jederzeit gehen. Und deshalb sind Sie weder arrogant noch feige. Es geht um Ihre Gesundheit.
3. Sie dürfen sich eine Zweitmeinung einholen.
Es gibt viele verschiedene Positionen in der Welt der Psychologie. Wut etwa gilt vielerorts als sehr gesund und natürlich – bei Frau Wolf hingegen als „degradierend”. Sprechen Sie sie darauf an, will sie das dann auf einmal nicht mehr gesagt haben.
Es gibt andere Therapeuten. Sind Sie nicht zufrieden, wechseln Sie. Auch wenn das eine Warteliste bedeutet.
4. Sie können bei der Therapiekammer Beschwerde einreichen.
[Hier muss das Bild des verspätet eingereichten Beschwerde-Schreibens neu eingebunden werden – das alte ist im Frontend nicht mehr ladbar.]
(So macht man es nicht: Verspätete Einreichung führte zur Einstellung ohne Untersuchung.)
Das geht ganz einfach. Sie senden eine kurze E-Mail an die Psychotherapeutenkammer Nordrhein-Westfalen mit dem Hinweis, dass Sie Beschwerde einreichen wollen. Die aktuelle Kontaktadresse finden Sie unter ptk-nrw.de.
Sie erhalten ein Antwortschreiben mit einer Schweigepflichtsentbindung. Damit werden Ihre privaten Daten – inklusive der Therapiedokumentation – an die Therapiekammer freigegeben. Anschließend schicken Sie eine kurze Beschreibung Ihrer Beschwerden an die angegebene Adresse, und die Sache geht ihren Weg.
Wichtig: Beachten Sie die Fristen. Wenn Sie zu lange warten, wird die Beschwerde ohne Untersuchung eingestellt – wie in meinem Fall.
Beschweren Sie sich nicht, kann auch niemand einschreiten. Nur keine falsche Scheu.